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Neue Taschenbücher im Juni 2025 Mit Empfehlungen zu Natascha Wodin, Stefanie Sargnagel, Maxim Biller und vielen anderen

Pünktlich zu den ersten Hitzetagen haben wir die beste See- und Balkonlektüre im Taschenbuchformat für Sie zusammengestellt: Etwa Natascha Wodins Erzählband "Der Fluss und das Meer", der der Kritik einmal mehr ihre literarische Größe bewies: Von Mariupol am Asowschen Meer bis in die dunkelsten deutschen Wälder führt uns Wodins Erzählerin. Die FR lobte die große Klarheit dieser autofiktionalen Prosa, in der Wodin den Suizid ihrer traumatisierten Mutter verarbeitet, die einst aus Mariupol floh, aber auch zum Beispiel von einer linken WG in den Siebzigern oder der "inneren Wildheit" Sri Lankas erzählt. Ein Buch, das viel von Trauer handelt und doch glücklich macht, staunte Dlf Kultur, während der FAZ die schnörkellose Sprache gefiel. Prächtig amüsiert haben sich die Feuilletons mit Stefanie Sargnagels durchgeknalltem Trip durch "Iowa". Die Wiener Grantlerin Sargnagel bekommt dort einen Lehrauftrag und steigt, begleitet von der Berliner Punk-Sängerin Christiane Rösinger ins Flugzeug: Die taz vergnügte sich sehr mit den vielen anregenden Schilderungen der "Skurrilitäten des Provinzlebens". Die NZZ war glücklich, dass sich Sargnagel nicht nur verrückte Amis zwischen Riesen-Walmarts und Abtreibungsdebatten anschaut, sondern auch einen Blick in ihr Inneres wirft und von Fremdscham und Hedonismus erzählt. Die SZ rühmte zudem die sprachliche Brillanz der "leicht beschwipsten Analysen." Zeitgleich mit dem deutschen Erscheinen von Barbara Kingsolvers neuem Roman "Die Unbehausten", erscheint auch schon ihr mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Roman "Demon Copperhead" als Taschenbuch: Der kleine Demon hat kupferrotes Haar und wächst in einem Trailerpark in den Appalachen in Virginia auf. Als "scharfsinnigen Sozialroman" begrüßte Dlf Kultur dieses Pendant zu Charles Dickens "David Copperfield". Auch die SZ verfolgte gebannt, wie Demon immer wieder gegen die widrigen Bedingungen seiner Herkunft ankämpfen muss - die vor allem auszuhalten sind, weil Kingsolver es versteht, mit Leichtigkeit, pointiert und doch einfühlsam zu erzählen. In Zeiten immer stärker werdender Polarisierung und politischer Grabenkämpfe kommt das Buch "Hier liegt Bitterkeit begraben" von Cynthia Fleury genau richtig: Die französische Philosophin verspricht uns, dem Ursprung von Ressentiments auf die Spur zu kommen und sogar sie zu heilen. Der SZ imponierte diese philosophische "Schnitzeljagd" durch die Philosophie mit Stationen von Frantz Fanon über Melville bis Nietzsche, die die LeserInnen intellektuell herausfordert. Wärmstens empfahl auch Dlf Kultur dieses Buch als kluge und informierte Theorie über ein Gefühl, dass die Gesellschaft zu vergiften droht.