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Neue Taschenbücher im Dezember 2025 Mit Empfehlungen zu Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann, Tore Renberg, Markus Thielemann

Hier unsere Taschenbuch-Highlights für den Dezember: Einen erfrischend neuen und witzigen Blick auf die allzu verbissen geführte Ost-West-Debatte werfen Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann mit ihrem angenehm beschwipsten Gesprächsband "Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat": Drei Freundinnen sitzen am Küchentisch zusammen, trinken Bier und denken über die DDR und ostdeutsche Identität nach. Die NZZ freut sich, dass die Gespräche der drei "mehr Großzügigkeit" in einen verfahrenen Diskurs bringen und die taz versteht den Osten gleich ein bisschen besser. Viel Applaus von der Kritik bekam Markus Thielemanns "Von Norden rollt ein Donner", der uns in die Weiten der Lüneburger Heide mitnimmt: Dort hütet der Hirte Jannes seine Schafe, aber auch der Wolf geht seit Neuestem wieder um, was die Bewohner von Jannes Dorf in helle Aufregung versetzt. Fein, ironisch und beklemmend findet die SZ, wie Thielemann hinter der Aufregung um den Wolf die ganze dunkle Seele eines Dorfes zum Vorschein kommen lässt: völkische Siedler agitieren, während die Situation immer weiter eskaliert. Der norwegische Schriftsteller Tore Renberg beglückte die Kritiker mit "Die Lungenschwimmprobe" mit einem ungewöhnlichen historischen Fall: Die fünfzehnjährige Anna Voigt erleidet eine Totgeburt - im Jahr 1681 wird sie dafür als Kindsmörderin angeklagt, ihr droht der Tod. Doch Anna ist der Justiz nicht ohnmächtig ausgeliefert. Nicht nur ihr mächtiger Vater steht ihr zur Seite, sondern auch ein Arzt, der eine ganz neue wissenschaftliche Methode anwendet, um zu beweisen, das das Kind schon tot geboren wurde. Die NZZ findet es geradezu brillant, wie Renberg aktenkundige Fakten mit fiktiven Dialogen und Gedanken verwebt und auch die FR lobte das Buch als ein kluges und spannendes Panorama der frühen Neuzeit. Bernhard Kegels Diagnose über unseren Planeten gibt nicht viel Anlass zur Hoffnung, um so mehr aber sein Lösungsvorschlag, den er in "Mit Pflanzen die Welt retten" präsentiert: Eigentlich kennen wir das wirksamste Mittel zu Bekämpfung des Klimawandels schon, meint Kegel, nämlich Pflanzen in all ihren Formen. Gespannt liest die FR unter anderem von der Bedeutung von Mooren bei der CO2-Speicherung oder der Renaturierung von Seegraswiesen, die mit ihren Wurzeln die Küsten schützen. Und die FAZ bekräftigt: Ein Buch zur richtigen Zeit!