Verbrieft Obszöne und zarte Korrespondenzen

2. Mai 2024. In Frankreich längst ein Klassiker sind Guillaume Apollinaires Briefe an seine Geliebte Louise de Coligny-Châtillon, die der Dichter von der Front schrieb: "Obszönes und Zartes" spricht aus den 222 poetischen Briefen, schreibt die NZZ entzückt und schwelgt in den Zeugnissen dieser "amour fou", die von Sehnsucht und "Pornografie" ebenso zeugt wie von Idylle und Krieg. Leidenschaft spricht auch aus den "Love Letters", die Virginia Woolf und die dem englischen Hochadel entstammende Vita Sackville-West austauschten, schwärmt ebenfalls die NZZ. Mit der Briefkollektion "Zu verwirklichen ist nur das Unmögliche" taucht die FAZ in die "komplexe" und "dunkle" Dichtkunst Stéphane Mallarmés ein. Die SZ ist beeindruckt und angeregt vom "spannenden" Briefwechsel zwischen Sarah Kirsch und Christa Wolf: Im Alltäglichen offenbart sich ihr hier immer wieder "abgründige" Ironie. Ganz aus dem Häuschen ist die FR über die Korrespondenz von Ingeborg Bachmann und Max Frisch, mit der sie tiefe Einblicke in deren Beziehung erhält: so "auf den Punkt" formuliert, so "scharf" im Ton und so leidenschaftlich seien diese Briefe - mit Liebesbekundungen, die es in sich haben, staunt sie.