Neue Romane aus Tschechien Ausblick auf die Frankfurter Buchmesse
13. Mai 2026. Tschechien ist das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse, 75 AutorInnen reisen an. Hier eine Auswahl vielversprechender Neuerscheinungen: Radka Denemarková führt uns in "Schokoladenblut" durch die Geschichte des 19. Jahrhunderts, vorbei an der tschechischen Märchenerzählerin Božena Němcová, George Sand und dem Öl-Imperium von J.D. Rockefeller. Tereza Semotamová lässt ihre Heldin Hannah zwischen Bildhauerei, Selbstzweifeln, Prager Intellektuellenbubble und einem mährischen Dorf pendeln. In neuer Übersetzung können wir Karel Čapeks Klassiker "Der Krieg mit den Molchen" entdecken. Miroslav Hlaučo führt in "Pfingsten" ein Bergdorf, in dem Wunder Alltag sind, über die Schwelle des 20. Jahrhunderts. Jaroslav Rudiš schreibt eine poetische Liebeserklärung an das flüssige Gold der Tschechien. Vratislav Maňák geht mit Wittgenstein in die Schwulensauna. Miřenka Čechová erzählt vom (Alp)-Traum, eine Ballerina zu sein. Dora Kaprálová entwirft winterliche Liebesminiaturen. Und Eli Beneš schildert das Prag nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Augen des Auschwitz-Überlebenden Petr.