Thomas Steinfeld entdeckt in diesem Roman etwas, das ihn berührt, auch wenn er nicht unbedingt ein Freund des ausführlichen Erzählens ist, wie es der italienische Schriftsteller Niccolò Ammaniti in seinem Roman zelebriert. Ammaniti erzählt von einer Welt, in der alle Erwachsene durch einen Virus ums Leben gekommen sind und nur die Kinder überlebt haben. Dem Einfall attestiert Steinfeld eine gewisse Perfidie, denn dadurch verlören die Kinder nicht nur ihre Unschuld, sondern zeigten auch, dass die Menschheit in ihnen zugrunde geht. Klar, das hat Steinfeld auch schon ähnlich bei William Golding oder Cormac McCarthy gelesen, aber wie Ammaniti seinen Figuren die Zukunft nimmt und somit zu einem Nomadentum verdammt, das seine eigene Not nicht begreife, das hat Steinfeld beeindruckt.