Rezensent Niklas Bender bedauert, dass dieses Neuausgabe von Gerard de Nervals Roman "Aurelia" editorisch so vieles zu wünschen übrig lässt. Das haben Autor, Text und Leser nicht verdient, findet er. Es geht mit dem dürren Nachwort los, geht weiter mit den spärlichen Anmerkungen und endet bei einer Übersetzung, die den editorischen Unsicherheiten im Text (Nerval nahm sich vor Erscheinen des zweiten Teils das Leben) nicht Rechnung trägt, bedauert Bender. Das Revolutionäre, radikal Moderne des Textes mit seinen wahnwitzigen Visionen, seiner hermetischen Symbolwelt und der "düsteren Wucht" seiner Themen, ist so für den Leser eine harte Nuss, lässt uns der Rezensent ahnen.