Wie der Kulturwissenschaftler Patrick Eiden-Offe sich in seinem Buch für die Frühgeschichte der deutschen Arbeiterbewegung begeistert, ist Manfred Koch ein bisschen suspekt. Die frühe "Poesie der Klasse" mit der romantischen Mythologie eines Ludwig Tieck zusammenzudenken, wie es der Autor vormacht, findet Koch zwar durchaus interessant, an den meisten der vom Autor aufgeführten Vormärz-Autoren aber kann Koch nichts Poetisches abgewinnen. Wie der Autor hier triviale Textpassagen mit Bedeutung aufzufladen versucht, erinnert Koch unangenehm an die linke Literaturwissenschaft der 70er. Dass jemand wie Goethe hingegen im Buch nicht vorkommt, hält Koch für ein Versäumnis.