Sieben, Irene. Manja Chmièl - Rebellin des Neuen Tanzes - Perspektiven auf Leben und Werk. Drachen Verlag, 2026.

Irene Sieben

Manja Chmièl - Rebellin des Neuen Tanzes

Perspektiven auf Leben und Werk
  • Drachen Verlag
  • 2026
  • Taschenbuch
  • 176 Seiten
  • ISBN 9783947296101
Manja Chmièl (1922-2006) trug maßgeblich zur Erneuerung des Tanzes im Europa des 20. Jahrhunderts und darüber hinaus bei. Im West-Berlin der Nachkriegsjahre galt sie als wichtigste Tänzerin neben Dore Hoyer. Früh entwickelte Manja Chmiél einen eigenen Stil, den sie als "zeitgenössisch" bezeichnete, und distanzierte sich durch die provokante These "Mein Tanz ist nicht Ausdruckstanz" von der Tradition des expressionistischen Tanzes, in der ihre Lehrerin Mary Wigman stand. Obwohl die Arbeit dieser Pionierin die Entstehung des abstrakten Tanzes als eigene Kunstform wesentlich beförderte, ist sie heute außerhalb der Szene weitgehend in Vergessenheit geraten. Diese erste und bislang einzige Biografie über Manja Chmièl, die aus ihren im Eigenverlag erschienenen Memoiren schöpft, hält
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Leben und Werk der großen Tänzerin, Choreografin und Tanzvermittlerin lebendig. Das von ihrer Schülerin Irene Sieben verfasste Buch zeichnet Lebensstationen von der Kindheit im heutigen Tschechien über die Erfolge als Solokünstlerin seit den 1950er Jahren sowie die Entwicklung der Studiogruppe Motion und der Gruppe Neuer Tanz Berlin in der Aufbruchszeit der 1960er Jahre bis zu ihrem späteren Wirken als Lehrerin in Hannover nach. Durch akribische Recherche, historisches Bildmaterial sowie Erinnerungen von Weggefährtinnen und Weggefährten werden Leben und Werk einer prägenden Figur des zeitgenössischen Tanzes lebendig. Neben Beschreibungen der Tänze Manja Chmiéls wird hier erstmals auch die Partitur ihres Drehtanzes Unter den Sternen in Kinetographie Laban / Labanotation veröffentlicht. Online zugängliche Videoaufnahmen gewähren zudem Einblick in Zeitdokumente, die Manja Chmiéls Bedeutung als Rebellin des Neuen Tanzes erfahrbar machen.

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