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Klaus Trost. Ent-Fremdung und Verfremdung - Studien zur russischen Literatur und Literaturtheorie unter Berücksichtigung von Hermann Hesses Polarität und Berthold Brechts Verfremdungstheorie. Roderer Verlag, 2016.

Klaus Trost

Ent-fremdung und Verfremdung

Studien zur russischen Literatur und Literaturtheorie unter Berücksichtigung von Hermann Hesses Polarität und Berthold Brechts Verfremdungstheorie
  • Roderer, Susanne
  • 2017
  • Taschenbuch
  • 97 Seiten
  • ISBN 9783897838451

Dieses Buch beschäftigt sich mit der russischen Literatur und Literaturtheorie in der Zeit vom 18.Jh. bis zum frühen Formalismus im zweiten Jahrzehnt des 20.Jh.s. Im Mittelpunkt der für die Entwicklung der modernen russischen Literatursprache und Literatur entscheidenden Epoche des 18.Jh.s steht NIKOLAJ M. KARAMZIN (1766-1826), der Hauptvertreter des Sentimentalismus in Russland. An die Darstellung seiner literatursprachtheoretischen und literaturtheoretischen Auffassungen schließt sich eine Interpretation seiner als berühmtestes Werk der russischen Literatur des 18.Jh.s geltenden Erzählung Die arme Liza an. Die arme Liza ist ein Musterbeispiel für das nicht epochengebundene, sondern immer wiederkehrende literarische Verfahren der Ent- Fremdung des dem jeweils zeitgenössischen Lesepublikum noch nicht Vertrauten, noch Fremden.

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Dieses hier zum ersten Mal dargestellte und analysierte literarische Verfahren bedarf ebenso großer Aufmerksamkeit, wie sie dem literarischen Verfahren der Verfremdung schon lange gewidmet wird. Das literarische Verfahren der Verfremdung wurde zum ersten Mal von VIKTOR B. sKLOV¬SKIJ (1893-1984) in seiner bekannten Abhandlung Kunst als Verfahren (1917) systematisch beschrieben. In Deutschland hat BERTOLT BRECHT (1898-1956) den Begriff der literarischen Verfremdung auf seine Weise weiterentwickelt. Der ausführlichen Darstellung der Übereinstimmungen und Unterschiede dieser beiden Auffassungen von Verfremdung geht die Exemplifizierung der Verbindung von Ent-Fremdung und Verfremdung bei NIKOLAJ V. GOGOL' (1809-1852) voraus. Der Darlegung der generellen und dadurch überzeitlichen und hochaktuellen Kritik GOGOL'S an der verengenden Einseitigkeit in Kunst, Literatur, Gesellschaft, Land und Staat sowie seiner dagegen opponierenden Forderung nach geistiger Multilateralität folgt die Gegenüberstellung von GOGOL's multilateralem und HERMANN HESSEs (1877-1962) bipolarem Perspektivismus. Die Ausführungen zu GOGOL' werden mit einer Interpretation seiner bedeutendsten Novelle Der Mantel (1842) abgeschlossen. Bei der anschließenden Darstellung der Verfremdungstheorien von sKLOV-SKIJ und BRECHT werden auch Konvergenzen mit und Einflüsse aus der Philoso¬phie - so von HENRI BERGSON (1859-1941) - sowie übergreifende Gesichtspunkte der beiden Theorien aufgezeigt. Russische Zitate werden in der Arbeit ins Deutsche übersetzt. Der Zugang auch für nichtslawistische Leserinnen und Leser wird grundsätzlich gewahrt.

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