Der Band ist in der vom Markt wie von der Wissenschaft nicht gerade dringend erwarteten Gesamtausgabe der Werke des weitgehend vergessenen Dichters Friedrich Rückert der ersterschienene. Die Herausgeber halten große Stücke ("sein Hauptwerk") auf das mit gereimten Gedanken zur Lebensweisheit angefüllte Gedichtkonvolut - der Rezensent Rolf Vollmann ist freilich denkbar weit davon entfernt, ihnen darin zuzustimmen. Auf den 1000 Seiten mit nicht weniger als 3000 Gedichten hat er wenig Labendes gefunden, vereinzelt nur, der Gesamteindruck aber, da nimmt er weiß Gott kein Blatt vor den Mund, ist der einer "fast fabelhaften Langweiligkeit". Nicht weniger deutlich spricht er, noch einmal, von der "entsetzlichen Weisheitswüste", durch die er hindurch musste, zitiert wird - da muss man wohl dankbar sein - nichts.