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Juri Andruchowytsch
Briefe in die Ukraine
- Wunderhorn
- 2026
- Taschenbuch
- 120 Seiten
- ISBN 9783884237519
Übersetzung: Adrian Wanner
Aus dem Ukrainischen von Adrian Wanner. Juri Andruchowytsch zählt weltweit zu den wichtigsten Stimmen der Ukraine. Dass seine literarische Karriere als junger Dichter begann, ist hier weniger bekannt. Der von ihm und dem amerikanischen Slawisten Adrian Wanner zusammengestellte Band enthält eine Auswahl seiner Gedichte aus allen Zyklen, die er noch während der Sowjetzeit, in seinen Studienjahren in Lemberg und Moskau und nach Gründung der legendären literarischen Perfomance-Gruppe Bu-Ba-Bu zwischen 1980 und 1990 geschrieben hat. Sie zeugen von einer beeindruckenden stilistischen Vielfalt im Lyrischen, wobei Autor und Übersetzer sich auf ein formales Kriterium geeinigt hatten: Es wurden nur Gedichte mit Reimen und regelmäßigem Versmaß ausgewählt. Mal in
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leiseren Tönen geschrieben, so "Der Baum hat die Wolke mit Zweigen erfasst" im Debütband "Himmel und Plätze", in seiner Ode an die Jerewanska-Straße, oder "Der Dichter fragt: Wo ist das Vaterland zu finden" im Zyklus "Stadtmitte". Mal in burlesken, nostalgischen Tönen, wenn er dem "Zirkus Vagabundo" im Zyklus "Exotische Vögel und Pflanzen" ein Denkmal setzt. Im titelgebenden "Briefe in die Ukraine" wird der romantische Teufel spürbar, wenn er hingebungsvoll die Vorzüge seiner ukrainischen Heimat preist. Und der junge Dichter gerät zum Propheten, mit der Forderung, die Ukraine muss selbständig werden, weil der von ihm im Herbst 1990 auf seinen langen Wanderungen beobachtete Zerfall der imperialen Metropole für ihn nichts Gutes verhieß.
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