Vielleicht nicht gerade überschwänglich, aber doch nachdrücklich lobt Rezensentin Stefanie Peter Jana Simons Geschichte einer ostdeutschen Jugend, in der sich die Autorin an die wenig sympathische Mackerszene der Türsteher, Hooligans und Dealer herantastet. Anlass für Simons Recherchen war der Selbstmord ihres früheren Schulfreundes Felix, der nach dem Mauerfall nicht die Kurve kriegte und in eben diese hermetische Welt abglitt: Nicht nur dass Simon es als Frau geschafft hat, sich dieser Szene zu nähern, hat die Rezensentin beeindruckt, sondern der scharfsinnige und genaue Blick auf männliches Gehabe, Angeberei, Gang-Strukturen. So schreibt Stefanie Peter: "Es ist der lange Abschied von einem alten Freund und zudem eine spannende, empirisch fundierte Studie über ein aktuelles Thema, gewalttätige und kriminelle junge Männer."