Rezensent Thomas Steinfeld ärgert sich über den affirmativen Ton, mit dem Alain Claude Sulzer die Geschichte eines alternden homosexuellen Schauspielers in seinem Refugium in den Schweizer Bergen erzählt. Entscheidend ist für Steinfeld das Jahr, in dem die Geschichte spielt: 1933. All das, meint er, ist tausendfach schon erzählt worden, sodass es dem Leser nicht schwerfällt, sich die Atmosphäre im schönen Hotel Waldhaus zu vergegenwärtigen. Fragwürdig findet er das bruchlose Einfügen des Helden in die Zeitgeschichte, die vielen Klischees, das Auftreten Viscontis und Thomas Manns, weil die gezeigte Welt dadurch "gespenstisch unanfechtbar" wird, wie er schreibt. Steinfeld selbst würde sich dieser Zustimmung gerne verweigern und von der Zeit, in der die Geschichte spielt, lieber mehr erfahren.