Die Logbücher im Untertitel sind in Buchform gegossene Blogs aus den Jahren 2005 bis 2010, informiert uns Ijoma Mangold, der diese Veröffentlichung für keine gute Idee hält. Obwohl Sven Regener einen Kunstgriff angewandt hat und sich mit der Figur des Hamburg-Heiner ein "boshaftes Counter-Ich" geschaffen hat, leiden die als Telefongespräche getarnten Beobachtungen aus der Alltags- und Medienpraxis an mangelnder Konfliktbereitschaft des Autors, der sich zu keiner "echten Sottise" durchringen kann und sich statt dessen lieber in milde Dauer- und Selbstironie flüchtet. Weil Regener sich nicht aus der Deckung wagt und lieber nett und sympathisch bleiben möchte, "kann keine schlechte Stimmung aufkommen", beschwert sich der gereizte Rezensent.