Rezensentin Yvonne Gebauer mochte die Erinnerungen der englischen Schriftstellerin mit deutsch-jüdischen Wurzeln und auch den Plauderton, mit dem sie sich noch einmal an das vergangene Jahrhundert erinnert, das sie fast in seiner Gänze erleben konnte. Zwar räumt sie ein, dass die Erinnerungen ein wenig unordentlich ausgefallen sind und man sich schon auf Sybille Bedfords ganz eigene, beiläufige Erzählweise einlassen müsse. Der Rezensentin selbst scheint das aber nicht sehr schwer gefallen zu sein, sich in dem "Durcheinander von Orten und Zeiten" samt atmosphärischer Schilderungen und Begegnungen mit bedeutenden Zeitgenossen zurechtzufinden. Manchmal sieht sie am Rand sogar "Politik-, Welt- und Kriegsgeschehen" auftauchen. Insgesamt kommt dieses erinnerte Leben Gebauer zufolge aber mit den Katastrophen des letzten Jahrhundert, wie sie schreibt, kaum in Berührung. Doch dafür chauffiert sie im "glühend heißen" Sommer 1940 den Pudel der Familie Mann mit dem Auto quer durch Amerika.