Das Buch spielt einen Tag vor Weihnachten, und es wird im sich bereits annoncierenden Herbst auf den Markt geworfen - das wird auf jeden Fall ein Knaller! Zumal Rezensent Jakob Biazza aufrichtig begeistert klingt. Es ist schon der siebte "Herr Lehmann"-Roman von Regener, dessen Gesamtwerk nun schon fast die selbe Seitenzahl aufweist wie die Bibel, und ihm gehen weder der Witz noch eine angemessen dosierte Sentimentalität aus. Biazza schlürft das Buch wie eine Droge weg, sagen wir, wie ein Grippemittel mit ein bisschen Speed, das den Rezensenten wieder richtig auf die Beine bringt. Die Handlung spielt dabei kaum eine Rolle. Es geht irgendwie um eine verlorene Tasche und ein sich kabbelndes und liebendes Bruderpaar in Berlin um 1980. Eine Frau kommt auch vor, sie ist die Grippepatientin.