Es wächst die Überzeugung, dass während der Ära Merkel einiges in Deutschland liegen geblieben ist, hält Rezensent Johan Schloemann zu Eckart Lohses Buch über Angela Merkels Regierungszeit und vor allem ihren Versäumnissen fest. Lohse, selbst Journalist, legt hier eine "illusionslose Analyse" der Situation vor, in der Merkel die bereitwillige Bevölkerung in Sicherheit wiegte, während Investitionen in Wohnungsbau oder Energiewende zugunsten der "Schwarzen Null" aufgeschoben wurden, erfahren wir. Schloemann liest Merkel im größtenteils gut lesbar geschriebenen Stil des Autors als eine Politikerin, die höchst anpassungsfähig ist und für eine reibungsfreiere Politik einiges unterlassen hat - eine gute Einstimmung auf die Debatte, die mit der Veröffentlichung der Memoiren der Altkanzlerin diesen Herbst sicherlich einsetzen wird, resümiert er.