Anita Traninger nutzt diesen schmalen Band des Romanisten Ottmar Ette als Führer durch die Zeichenanalyse Roland Barthes'. Indem der Autor einige von Barthes' Essays nebeneinander stellt, zeigt er den Entwurf einer Theorie-Landschaft durch den Semiologen. Traninger liest in diesem Zusammenhang nicht nur mit Vergnügen Barthes' wenig bekannten Text über den Eiffelturm, sondern erfährt auch, wie sich etwa die Flut von Paris 1955 oder Japan gegen den Strich gelesen ausnehmen und erfahren lassen. Dass Barthes mit seinen distanzierten Lektüren immer auch ganz nah an sein jeweiliges Objekt heranzoomt, ist für Traninger eine der Erkenntnisse dieser Lektüre.