Einen "Gegenwartsroman im starken Sinne" nennt der Rezensent Kai Sina Nathan Harris' Buch, das während der letzten Tage des amerikanischen Bürgerkriegs in Georgia spielt. Die Familie Walker nimmt zwei freigelassene Sklaven bei sich auf und bietet ihn eine entlohnte Arbeit an - so wie es die Emanzipationsproklamation des Präsidenten Lincoln vorsieht -, was den Zorn ihrer Nachbarn beschwört, die sich um ihr Eigentum gebracht glauben. Es kommt zu einem Mord und später zu einem großen Brand, der die gesamte Stadt Old Ox zerstört, aber auch die Chance auf einen Neuanfang bietet, fasst Sina zusammen. Im Roman finden sich auch Bezüge zu aktuellen Debatten um Rassismus, Queerness und Gender, was zu Lasten des historischen Sujets geht und die Figuren eindimensional wirken lässt, meint Sina. Wenig begeistert konstatiert er, dass sich der Autor in dem Netz der aktuellen Debatten verheddert und es nicht schafft, sich von diesen zu lösen.