Dass sich die in Texas geborene, dann aber weggezogene Elizabeth Wetmore nach eigener Aussage zunächst wieder in den Bundesstaat habe verlieben müssen, um diesen Roman zu schreiben, erstaunt Rezensentin Katharina Granzin zunächst, gehe es hier vordergründig doch sehr brutal und sexistisch zu: Nach einer Vergewaltigung flieht eine junge Frau durch die Wüste zu einer Ranch, deren Besitzerin zieht daraufhin traumatisiert und von Drohanrufen verfolgt in die Stadt, und alle haben Gewehre, resümiert Granzin. Spannend findet sie den 1976 spielenden Roman, der auch noch einige Nebenhandlungen aufmacht, aber allemal, und erkennt schließlich auch, an wen Wetmores Liebeserklärung geht: an die unwirtlich scheinende, doch lebhafte texanische Natur und an die "wehrhaften" und zugleich "verletzlichen" Menschen, die dort leben - ein von Eva Bonné "großartig" übersetztes Porträt des Wüstenstaates, das die Kritikerin mitreißt.