Rezensentin Maike Albath schwärmt für Catherine Gores grandios unterhaltsamen Roman über einen Geldverleiher und seine Kundschaft und alles, was das viktorianische London im Innern zusammenhält: Schulden. Wie scharfsinnig die Autorin das Soziale und die dekadente Oberschicht erfasst, wie sie dem Leser das Gefühl vermittelt auf der moralisch richtigen Seite zu stehen, wie sie den Plot inszeniert, markante Figuren mit unterschiedlichen Sprachregistern erschafft, findet Albath lesenswert. Theodor Fontane fand es eine Übersetzung wert, und die ist laut Albath wiederum so kongenial, dass der berlinische Dialekt, den der Übersetzer einschmuggelt ("Langfingermacher") fast gar nicht auffällt.