Rezensent Jens Bisky freut sich über die von Wilfried F. Schöller besorgte Auswahl mit Zeitungstexten, Berichten, Glossen und Feuilletons des Berliner Theaterkritikers Friedrich Luft. Für ihn entfalten die Texte u.a. das Panorama des Irrsinns der Nachkriegszeit, das der Autor gleichwohl zu bändigen sucht, indem er mit "provozierender Harmlosigkeit" die Rückkehr der Normalität, des Harmlosen registriert, wie Bisky erläutert. Letzteres sichtbar zu machen, hält er für ein Verdienst des Bandes. Dass Luft dieser zivilisatorischen Aufgabe mit Heiterkeit und Neugier und ohne jegliche Herablassung nachkam, erscheint Bisky bemerkenswert.