Rezensentin Sylvia Staude liest Robert Scotts nun vorliegenden Expeditionsbericht vom Südpol als "Chronik eines voraussehbaren Todes". Das Scheitern der britischen Expedition, die im März 1912 mit dem Tod der Mannschaft endete, hat in ihren Augen etwas Tragisches. Die Tagebucheinträge von Kapitän Scott schildern für sie nüchtern die Entbehrungen in der stürmischen Eiswüste. Deutlich wird für sie, dass sich Scott zunehmend vom Unglück verfolgt fühlte: So konnten z.B. die mitgebrachten Motorschlitten wegen des Untergrunds nicht eingesetzt werden und die robusten mandschurischen Ponys starben nacheinander weg. Staude empfiehlt auch die Aufzeichnungen des erfolgreicheren Norwegers Roald Amundsens, die jetzt im selben Verlag erschienen sind, zur Lektüre, kann doch der britisch-norwegische Wettlauf um den Südpol so in einer "herzzerreißenden Kombination" erfahren werden.