Rezensent Oliver Jungen findet Ferdinand von Schirachs Ton ein bisschen naseweiß, aber das ist nicht so schlimm angesichts einer Geschichte über Alexander den Großen, die auch den Kleinen einleuchten sollte, wie Jungen zugibt. Dafür sorgt der Autor nämlich auch mit "mühelos ansprechender Erzählhaltung", der Fähigkeit, Komplexes einfach zu fassen. Dass der Autor sich im Anekdoten- und Gedankenfundus von Legenden oder auch mal von John Rawls bedient, kann Jungen Schirach ebenfalls verzeihen. Gut zu kompilieren, ist schließlich auch eine Kunst, meint er. Wie Alexander im Buch Rätsel löst, seine Lektionen lernt, zu Erkenntnissen gelangt und über Freiheit und Gleichheit nachgrübelt, das schreibt Schirach in schöner Kinderbuchmanier, meint Jungen versöhnlich. Und schließlich ist es ja auch das erste Buch dieser Art, das der Autor vorlegt.