Warum Rose-Maria Gropp sich überhaupt die Mühe macht, diesen offenbar recht trashigen Roman überhaupt zu besprechen, bleibt etwas schleierhaft. Als hätte die FAZ noch Rezensionsplatz zu verschenken! Die Kritikerin jedenfalls hat sehr gelitten bei dieser Krimischmonzette, die sie aber dank echter "Derrick-Atmosphäre" für eine ZDF-Verfilmung empfehlen kann: Der kleine Sohn neureicher Einwanderer aus dem Berliner Grunewald wird verschwindet, Jahre später erst ermitteln ein wackerer Kommissar und seine empfindsame Mitstreiterin und geraten dabei zwischen die Fronten kroatischer Aufsteiger und migrantischer Basis-Community, umreißt Gropp den Plot: Sozial ambitioniert und "furchtbar banal geschrieben".