"1999 Meter über dem Meer" wird ein Erfolg. Das steht sowieso fest, weiß Rezensentin Aurelie von Blazekovic. Aber wird Wahl mit ihrem Neuling ihre Fans besänftigen, von denen viele nach ihrem letzten Roman - eine Abrechnung mit dem Literaturbetrieb - eher enttäuscht waren? Die Chancen stehen gut, glaubt Blazekovic. Nicht nur macht Wahl hier eine bereits aus "Windstärke 17" bekannte Nebenfigur zur Protagonistin, sie konzentriert sich auch in jeder anderen Hinsicht wieder auf das, was in ihren ersten beiden Büchern so gut funktioniert hat, das, was diese Autorin wirklich gut kann: "romantische Fantasien erzählen". Fantasien von der unkomplizierten, wahren Liebe, Fantasien vom warmen Zuhause, von Reichtum, von Unbeschwertheit, Freiheit, Selbstbestimmung und "Coolness". Wie unverfälscht, wie selbstbewusst Wahl solche Sehnsüchte auserzählt, ist bemerkenswert, findet die Rezensentin. Bemerkenswert ist auch, wie geschickt sie ihre zuckrigen Wohlfühlgeschichten mit einer wohl bemessenen Prise Tragik würzt, gerade genug, um ihnen das gewisse Etwas zu verleihen, stellt die Rezensentin fest. Ein Happy End gibts bei aller Tragik natürlich trotzdem, das ist Wahls Versprechen, denn, wie ihre Protagonistin einmal ganz selbstreferentiell bemerkt: Warum sollte man Romane schreiben, die "kacke enden", wenn man als Autorin doch die Macht hat, die Dinge "besser laufen" zu lassen.