Rezensent Gereon Asmuth ist noch auf der Suche nach einem guten Ersatz für Volker Kutschers Gereon-Rath-Reihe. Es gibt aber Hoffnung auf würdige Nachfolge-Krimis, betont er nach der Lektüre von Horst Evers' Buch. Darin spielen zwei für Kutscher typische Elemente eine wichtige Rolle: Berlin und Nazis. Die Geschichte findet aber in der heutigen Zeit statt, erfahren wir, Reichsbürger kommen ebenso vor wie Hausbesetzer und anstrengende Innensenatoren und natürlich auch der ein oder andere Tote. Die titelgebende Ermittlerin Hope Joanna, ehemalige Taekwondo-Kämpferin, ist nur eine der herrlich überdrehten Figuren, verrät, Asmuth. Ihm gefällt, dass die Geschichte nicht so düster ist wie die "Babylon-Berlin"-Reihe und kann das durchaus auch zum Lachen anregende Buch gerade in unseren eher nicht so heiteren Zeiten empfehlen.