Eine tolle Geschichte und der Rest - naja, meint Oliver Fuchs. Die tolle Geschichte handelt von L., einer "ziemlich bezaubernden Frau", und ihrer Beziehung zum Erzähler. Das heißt, eigentlich haben sie ja keine "Beziehung", auch wenn sie alles tun, was dazugehört. Dabei, hat Fuchs beobachtet, wird geraucht, wie überhaupt ständig in der "jungen deutschen Gegenwartsliteratur", die er an anderer Stelle "Wohlfühlliteratur" nennt und zu der er auch den Rest von Rammstedts Buch zählt. Manchmal musste er an Poptexte ("sloganhafter Witz") denken, manchmal an Rohmer-Filme (furchtbar kompliziert, wenn auch eigentlich ganz einfach), aber überzeugt hat ihn das alles nicht. Die Figuren, schreibt er, sind "entscheidungsschwach" und "führen ein Leben im Konjunktiv". Nur in der Geschichte der L. passiert mal was, und gleich springt dabei der "Satz der Sätze in diesem Buch" heraus: "Die Nacht, in der wir aufhörten, nicht miteinander zu schlafen."