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Harhausen, Ralf. Alltagsfilm in der DDR - Die „No

Ralf Harhausen

Alltagsfilm in der DDR

Die „Nouvelle Vague“ der DEFA
  • Tectum Verlag
  • 2007
  • Gebunden
  • 187 Seiten
  • ISBN 9783828893238
Inge Herold (Christine Schorn) zieht von Freund zu Freund und damit Bilanz ihres Lebens. Sie wartet auf die Diagnose einer Krebsuntersuchung - und die Kamera schaut ihr dabei einen Tag lang zu. Lothar Warnekes dokumentarischer Spielfilm «Die Beunruhigung» fand in der DDR und auch international Beachtung. Schon Ende der 60er-Jahre gab es in den Reihen der staatlichen Produktionsgesellschaft DEFA Bestrebungen zur Erneuerung des Kinofilms. Kitschige sozialistische Utopiewelten sollten der gesellschaftlichen Realität weichen. Der Alltag im Arbeiter- und Bauernstaat stand jetzt auf dem Programm, erstaunlich ungeschönt und durchaus nicht frei von Kritik. Die Filmemacher erzählten mit Schauspielern, aber ganz ohne Effekte undramatische Geschichten, in denen sich das
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Publikum wiederfand. Ralf Harhausen beschreibt Entstehung, Bedeutung und Widersprüche dieser sogenannten "Alltagsfilme" aus der DDR. Im Mittelpunkt seiner Betrachtungen stehen exemplarische Analysen von Herrmann Zschoches: "Weite Straßen - stille Liebe" (1969) sowie Warnekes "Dr. med. Sommer II" (1969/1970) und "Die Beunruhigung" (1982). Dabei geht es insbesondere um die prinzipielle Frage, in welcher Weise Spielfilme als historische Quellen taugen können.

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