Ijoma Mangold ist voll des Lobes für den zweiten Roman des 1941 geborenen Jochen Missfeldt, dessen Schriften und Gedichte bisher weitgehend unbekannt geblieben sind, so der Rezensent. Außer einer kleinen Schar von Angehörigen der Luftwaffe, Piloten von Kampfflugzeugen, sei der Autor nur wenigen ein Begriff. Missfeldt selbst hat den Starfighter, der viele Piloten das Leben gekostet hat, geflogen, berichtet Mangold, und er hat ihn in diesem Roman zum Thema gemacht. Aber nicht als kriegverherrlichendes Instrument, sondern im Kontext des Fliegens und des Naturerlebnisses und eingebettet in eine Mentalitätsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Geschrieben sei dieser Roman sprachlich fein, poetisch und vor allem facettenreich, lobt der Rezensent, der sich an Thomas Manns "Doktor Faustus" erinnert fühlt. Wie "Doktor Faustus" sei auch "Gespiegelter Himmel" ein Deutschlandroman, dessen Figuren von Schubertscher Innerlichkeit gekennzeichnet seien. Und, würdigt Mangold Autor und Werk, hier sei der glänzende und originelle Versuch geglückt, den Starfighter als Maschine der Weltflucht zu rehabilitieren, in der die Einheit des Lebens über alle Widersprüche triumphiere.