- Königshausen & Neumann
- 2025
- Taschenbuch
- 608 Seiten
- ISBN 9783826089763
Im Kontext der Kreuzzugsbewegung etablierten sich ab dem ausgehenden 12. Jahrhundert im deutschen Kulturraum mittelhochdeutsche lyrische Texte, die auf dieses historische bzw. klerikale Phänomen Bezug nehmen. Sie entwickeln hierbei ein im Minnesang bereits fest etabliertes Motiv, den Abschied von der geliebten Herrin des Sängers, zum Kreuzzugsabschied weiter. Hierdurch geraten zwei Dienstverpflichtungen in Konkurrenz zueinander: der im Minnesang absolut gesetzte Minnedienst gegenüber der Dame und die, aus klerikaler Perspektive ebenso verbindliche Verpflichtung des Kreuzfahrers zum Dienst für Gott. Die Untersuchung prüft, durch welche sprachlichen Verweisstrukturen die Modifikation vom Minne- zum Kreuzzugsabschied in den Liedern umgesetzt wird und ob hierdurch tatsächlich ein signifikant neuer Liedtyp, gar eine eigene
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