Mediävalismus und Renaissancismus
- Königshausen & Neumann
- 2026
- Taschenbuch
- 300 Seiten
- ISBN 9783826077593
Während das Mittelalter gemeinhin als Leitepoche für die nationale Identitätsbildung im ›langen 19. Jahrhundert‹ (Eric Hobsbawm) gilt, figuriert die Renaissance lediglich als exklusives Rezeptionsphänomen der Romantik sowie der frühen Moderne, die ihre äs-thetischen und vitalistischen Sehnsüchte auf die kulturelle Blütezeit um 1500 projizierten. Die mit dem vorliegenden Sammelband eingenommene komparatistische Perspektive erlaubt es jedoch, Mediävalismus und Renaissancismus auch jenseits kanonischer Autorinnen und Autoren, Gattungen sowie Texte als transkulturelle europäische Rezep-tions- und Imaginationsphänomene zu erfassen. So werden die beiden Epochenbezug-nahmen in ihrer Gleichzeitigkeit, produktiven Wechselwirkung sowie ihrem kompetitiven Ringen in den Blick genommen und erstmals als synchrone Vergangenheitsdiskurse des geschichtsaffinen bürgerlichen Zeitalters lesbar gemacht. Der Band versammelt
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Am 01.06.2026