Es gibt einen "populistischen Moment", der abhängt vom Zusammenfall von "angebots- und nachfrageseitigen Faktoren" des Populismus, will heißen, ob Populismus nicht nur gefragt sondern durch eine Leitfigur auch angeboten wird: so fasst Tobias Dürr die entscheidende Aussage des Politologen zusammen. Dabei ist dem Autor die per Modernisierungsschub gelockerte Bindung der Wähler an die traditionellen Parteien ein wichtiges Glied in der Kette, die zum Ausbruch populistischer Bewegungen führen kann. Wer den Schreck der Parteien ob der gerade europaweit stattfindenden Benzinpreis-Proteste sieht, so der Rezensent, könnte bald vor einem "Autohaider" auch in Deutschland das Gruseln lernen. Aber noch ist dieser nicht in Sicht, und immerhin haben die Parteien laut dem Autor noch die Wahl zwischen "Anpassung und Abgrenzung". Ein "wichtiges Thema (wird hier) in klarer Sprache einer interessierten Öffentlichkeit" vorgelegt, resümiert Tobias Dürr.