Rezensentin Katharina Teutsch erkennt in Ronja von Rönnes, wie sie zwar findet, pointenreichem neuen Buch "Ende in Sicht" kaum mehr als "Küchenpsychologie". Die Journalistin, die nach einer kontroversen Äußerung zum Feminismus und den darauffolgenden Reaktionen in eine depressive Krise fiel, erzählt darin von der ehemaligen Schlagersängerin Hella, die auf ihrem Weg in die Schweiz, wo sie sich mit gefälschten Attesten Sterbehilfe erschleichen möchte, den ebenfalls suizidalen Teenager Juli kennenlernt, mit der sie anschließend durch Westdeutschland fährt, erklärt Teutsch. Die Rezensentin findet die Grundstimmung im Buch etwas zu heiter für das Thema, aber wenn man ignoriert, dass es eigentlich um das Scheitern im Leben, Depression und Suizid gehen soll, erkenne man doch irgendwo einen "launigen Road Trip"-Roman. Nachdem Teutsch das Buch im Zeitraum von drei Stunden beendet hat, nimmt sie jedoch leider nicht viel daraus mit. Gelesen wird das Buch wohl trotzdem, meint sie.