Rezensent Jan Wiele stößt in Ulrich Rüdenauers Debütroman auf allerhand Deutsches: Waldeinsamkeit, Geistermusik, Provinz und auf das Wunder von Bern. Allerdings werden all diese Motive, mit denen der Autor seine Coming-of-age-Geschichte in einem Nachkriegsdorf garniert, laut Wiele immer wieder gebrochen - mal durch die dunkle Historie, mal durch einen sehr gegenwärtigen Ton. Dass die Geschichte die bösen Geister der deutschen Vergangenheit ausgerechnet mit den Weltmeistern von 1954 vertreibt, hält Wiele für einen raffinierten Kniff.