In seiner Besprechung des Buches scheint sich Michael Schwelien die unbequemen Fragen des pensionierten Brigadegenerals zu eigen zu machen. Mit ausführlichen Zitaten führt er vor, dass dem Leser am Ende der Lektüre offenbar kein anderer Schluss bleibt, als dass der Krieg - den der Autor einen Krieg und nicht, wie Scharping dazumal "Luftschläge" nennt, wie der Rezensent dankbar bemerkt -, auf einer äußerst schwachen Beweisgrundlage begonnen wurde. Sowohl Außenminister Fischer als auch Verteidigungsminister Scharping, so Loquai, machten höchst widersprüchliche Äußerungen zum sogenannten Hufeisenplan, also der angeblich von langer Hand geplanten Vertreibung der albanischen Bevölkerung durch Serben im Kosovo. Schwelien gibt der kritischen Analyse des Autors viel Raum, schreibt jedoch nicht, ob und welche neuen Einsichten für ihn oder den Autor daraus über die wirklichen Gründe des Krieges erwachsen sind.