In Zeiten des ewigen Bahn-Bashings ist Rezensent Bernd Noack froh, die Hymne der amerikanischen Philosophin Millay Hyatt an Züge, vor allem Nachtzüge, zu lesen: Die Autorin schätzt besonders die Langstrecke, um die "Kontraste des Terrains" der verschiedensten europäischen Länder und die "Verunsicherung der vermeintlichen Selbstverständlichkeiten" zu erfahren. Noack fühlt sich an Autoren wie Ryszard Kapscinski oder Yoko Tawada erinnert, wenn Hyatt mit Begeisterung und großem Interesse an den bereisten Orten und den Menschen, die sie dabei trifft, über ihre Erlebnisse schreibt. Da ist das Ende, als sie wieder in einem nicht schwankenden, nicht im Zug befindlichen Bett liegt, fast ernüchternd, schließt der Kritiker.