Rezensentin Judith von Sternburg ist überrascht, dass man so "frisch und offen" über das Thema Mutterschaft schreiben kann, wie Verena Keßler es in ihrem neuen Roman tut. Während ihres Resümees fällt der Rezensentin auf, dass manche Szenen zusammengefasst ein wenig rührselig klingen, es im Buch aber gar nicht sind, wie sie versichert. Es geht um vier Frauen und ihre unterschiedlichen Einstellungen zu Kindeswunsch und Schwangerschaft, da gibt es die Lehrerin Eva Lohaus, die angesichts der Klimakatastrophe vom Kinderkriegen abrät, und die Journalistin Sina, die seit Jahren erfolglos versucht schwanger zu werden, so die Kritikerin. Sternburg schätzt, wie lebendig und inspirierend Keßler von diesen Themen erzählt, ohne in die Falle der "Betroffenheitsliteratur" zu tappen.