Rezensent Tilman Krause musst lange warten auf eine Neuauflage von Georg Hermanns Roman. Den Autor nennt er einen melancholischeren Fontane, einen großen Stimmungszeichner und Freund der kleinen Leute. So einer ist auch der 1908 aus der Provinz nach Berlin kommende Kubinke, erklärt Krause. Dass die Figur in der lockenden Großstadt nicht lange überleben wird, verrät Krause uns, weil es der Autor recht zeitig auch so macht und der Leser sich aufs Wie konzentrieren soll. Hier nämlich glänzt der Autor laut Krause mit atmosphärisch dichter Beschreibungskunst, Psychologie, aber auch viel Sinn fürs Komische.