"Mit allen Wassern des amerikanischen Creative Writing gewaschen" nennt Rezensent Rainer Moritz die in Atlanta geborene Autorin Tavari Jones - und das bedeutet für den Kritiker nichts Schlechtes. Denn die Geschichte um James Witherspoon, der in den fünfziger Jahren im Jugendalter eine Vierzehnjährige schwängert, diese heiraten muss und zehn Jahre später eine heimliche zweite Ehe eingeht, abermals eine Tochter bekommt und ein Doppelleben führt, besticht laut Kritiker durch eindringliche Szenen und durch eine großartige Schilderung über das Georgia der Achtziger. Dass in dem im amerikanischen Original bereits 2011 erschienenen Roman einiges vorhersehbar scheint - die beiden Töchter begegnen sich trotz aller Bemühungen des Vaters natürlich irgendwann - geht für Moritz in Ordnung. Facettenreiche Lektüre verspricht der Roman in jedem Fall, schließt er.