Toll minimalistisch ist die Handlung des neuen Romans von Arezu Weitholz, freut sich Rezensentin Elke Schlinsog. Es geht letztlich nur darum, führt sie aus, dass Frieda, eine Synchronsprecherin, ein portugiesisches Hotel hütet, das einem Freund gehört. Sonst passiert nichts, erfahren wir, die Spaziergänge durch das anfangs etwas gruselige Hotel und seine Umgebung - der Pazifik fungiert als weitere Hauptfigur - bieten Anlass für eine Innenschau der Protagonistin, die unter anderem in ihre Jugend im Niedersächsischen führt und das Thema Fremdsein erkundet. Besonders erfreut sich die Rezensentin an Weitholz' poetischer Sprachkunst, die, zum Beispiel, aus einem Kühlschrank einen "Silberrücken" macht. Ein schönes Buch, schließt die Rezension, das um Themen wie Heimat kreist, sich jedoch einfachen Antworten verweigert.