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Sprich, Christoph. Der konservative Unregierbarkeitsdiskurs zwischen 1970 und 1980 - Versuch der Sinngebung in der Krise oder nur ein Nebenaspekt der zeitgenössischen Gegenwartsdeutung?. GRIN Verlag, 2018.

Christoph Sprich

Der konservative Unregierbarkeitsdiskurs zwischen 1970 und 1980

Versuch der Sinngebung in der Krise oder nur ein Nebenaspekt der zeitgenössischen Gegenwartsdeutung?
  • GRIN Verlag
  • 2018
  • Taschenbuch
  • 32 Seiten
  • ISBN 9783668609754

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Sonstiges, Note: 1,3, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Historisches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: In der Geschichtswissenschaft werden die 1970er-Jahre momentan vor allem als Jahrzehnt der Krisen verstanden. Die Wahrnehmung einer - wie auch immer gearteten - Krise der Politik hat sich auch im politikwissenschaftlichen Diskurs in der Diagnose der "Unregierbarkeit" niedergeschlagen. Die Debatte hatte ihren zeitlichen Schwerpunkt zwischen 1970 und 1980. Die Frage, ob westliche Demokratien dabei sind, ihre "Regierbarkeit" einzubüßen, sei nicht nur in der deutschen Politikwissenschaft, sondern auch unter Fachvertretern in Westeuropa und den USA diskutiert worden. Gleichzeitig stünden hinter dem Begriff verschiedenste Definitionen

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und Interpretationen, die grob nach politischen Lagern - kapitalismuskritische Linke und Konservative - eingeteilt werden könnten. Die Bedrohung staatlicher Autorität, vor allem in Fragen der sittlichen Normen, durch gesellschaftlichen Widerstand sei der zentrale Topos der konservativen Autoren wie Wilhelm Hennis gewesen. Um ein differenziertes Bild der Debatte zeichnen zu können, soll in der vorliegenden Arbeit ein Ausschnitt des konservativen Diskurses betrachtet werden, nämlich einige Beiträge aus den zentralen Sammelbänden, herausgegeben von Wilhelm Hennis, Peter Graf Kielmannsegg und Ulrich Matz. Die Autoren beziehen sich außerdem auf westliche Demokratien allgemein. Die Auswahl und Vorgehensweise soll einen Vergleich zwischen den Positionen der Akteure ermöglichen. Die Schwerpunkte der inhaltlichen Analyse sollen jeweils auf der Definition von (Un-)Regierbarkeit liegen, weiterhin auf den durch die Autoren wahrgenommenen Indizien und ihrer Interpretation, der Diagnose und ihrer zeitlichen Verortung in Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft, sowie den vermuteten Ursachen. Sehen die betrachteten Autoren als Ursachen der diagnostizierten (drohenden) Unregierbarkeit kurzfristige Krisensymptome politischer und sozioökonomischer Art beziehungsweise mittelfristige gesellschaftliche Wandlungen an, oder längerfristigere Tendenzen, die sich nicht im Sinne einer reinen Gegenwartsdiagnose der krisenhaften 1970er interpretieren lassen?

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