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Endhardt, Urs. Sehenden Auges ins Verderben? Rom u

Urs Endhardt

Sehenden Auges ins Verderben? Rom und die Schlacht bei Cannae

  • GRIN Verlag
  • 2013
  • Taschenbuch
  • 72 Seiten
  • ISBN 9783656439172

Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,3, Universität Basel, Veranstaltung: Die punischen Kriege, Sprache: Deutsch, Abstract: Als Hannibals Heer im Jahr 218 v. Chr. die Alpen überquert hatte, und die erschöpften Soldaten ihre Blicke über die Weite der Poebene schweifen liessen, muss ihnen die Mühsal ihrer historischen Tat anzusehen gewesen sein. Von den ursprünglich knapp 50 000 Soldaten und 37 Kriegselefanten waren laut Polybios nur noch die Hälfte übrig. Doch die Überlebenden hatten ihre Zähigkeit im Kampf gegen rebellische Bergvölker, eisiges Wetter und unwegsames Gelände unter Beweis gestellt, und sollten in der Folge harte Gegner für ihre Feinde

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werden. Bei den nun folgenden Schlachten zeichnete sich die Überlegenheit von Hannibals Armee schon ab. Die Schlacht beim Fluss Trebia im Jahr 218 v. Chr. endete mit einer römischen Niederlage, da Hannibal schon hier mit ungewöhnlichen Taktiken kämpfte. Nach einer Zeitphase in der die Römer auf eine Art Kleinkrieg gegen die Karthager setzten, beschloss der römische Senat, ermutigt durch einige kleinere Siege, Hannibal schliesslich zur Entscheidungsschlacht zu stellen. Die römische Armee wurde vernichtend geschlagen, und 70 000 römische Soldaten und Bundesgenossen sollen laut Polybios Darstellung den Tod gefunden haben. In dieser Arbeit möchte ich nun den Gründen der römischen Niederlage nachgehen. Dazu gebe ich zur Orientierung zuerst einen Überblick über den Ablauf der Schlacht und die Organisation der römischen Armee. Danach werde ich erforschen welche verschiedenen Faktoren auf Seiten der Römer und ihrer Bundesgenossen zur Niederlage beigetragen haben. Sind die Römer zu grosse Risiken eingegangen, haben sie den Gegner unterschätzt, oder lag es an der Organisation der Armee? Welchen Anteil hatten politische, taktische und strategische (Fehl)entscheidungen? Waren diese Fehler absehbar, gingen die Römer also sehenden Auges in ihr Verderben? Bei der Beantwortung dieser Fragen werde ich aus Platzgründen grösstenteils auf die römische Seite eingehen, und dem Anteil der Karthager am Ausgang der Schlacht weniger Platz einräumen. Zudem werde ich den wahrscheinlich hauptsächlichen Grund von Hannibals Sieg, nämlich sein geniales taktisches Können, nur am Rande streifen. Da sein taktisches Konzept der Kesselschlacht schon Gegenstand vieler Untersuchungen war, konzentriere ich mich in dieser Arbeit auf die bisher vernachlässigten und weniger untersuchten Aspekte. Aus all diesen Untersuchungen soll sich schlussendlich ergeben, weshalb die Römer mit ihrer zahlenmässig weit überlegenen Armee so vernichtend geschlagen wurden.

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