Mit "Eat, Pray, Love", der Geschichte ihrer Selbstfindung nach einer Scheidung, hatte Elizabeth Gilbert einen großen Erfolg, erinnert Rezensentin Sara Peschke. Ihr neuer, wieder autobiografisch gefärbter Roman kann damit aber laut Kritikerin nicht mithalten. Ziemlich chaotisch findet sie die Geschichte um Gilbert und ihre Friseuse Rayya Ellis, in die sie sich verliebt, die aber eine Krebsdiagnose erhält, in ihrer Drogensucht rückfällig wird und schließlich stirbt. Die Geschichte an sich liest sich durchaus interessant und gefühlsintensiv, räumt die Kritikerin ein, aber es wird nicht ganz klar, ob und wenn ja mit wem man sich als Leserin eigentlich identifizieren soll, auch sprachlich schwankt der Text ziemlich zwischen Selbstgespräch, Therapiejargon und humorvoller Analyse. Das hat, so chaotisch es ist, aber auch etwas Reizvolles, schließt Peschke.