Rezensent Joachim Käppner bespricht in einer Sammelkritik gleich mehrere, allesamt gelungene Bücher zum Bauernkrieg, erscheinend zum 500-jährigen Jubiläum. Besonders angetan haben es ihm drei Darstellungen, darunter Lyndal Ropers "Für die Freiheit. Der Bauernkrieg 1525". Lobenswert findet der Kritiker, wie die Oxforder Historikerin hier eine Korrektur an der sehr angesehenen Studie von Peter Blickle , ursprünglich von 1975, vornimmt: entgegen der vom damaligen Zeitgeist sehr "sozialliberal" geprägten Interpretation der Bauernaufstände plädiere Roper für eine weniger politisch vorgeformte Perspektive auf das historische Kapitel und erinnere zudem an die Rolle der Frauen in den Aufständen, die in Blickles Formel der "Revolution des gemeinen Mannes" nicht berücksichtigt werden. Der Kritiker erfährt hier Interessantes etwa über die Witwe des Bauernführers Jäcklein Rohrbach als eine "Art Jeanne d'Arc" (Roper) und lobt die "fesselnde" Schreibweise der Autorin. Für eine noch umfangreichere Untersuchung empfiehlt Käppner Gerd Schwerhoffs "Der Bauernkrieg. Geschichte einer wilden Handlung", und Einsteigern legt er Christian Pantles anschaulichen Überblick "Der Bauernkrieg. Deutschlands großer Volksaufstand" ans Herz.