Karl-Markus Gauß ist tief beeindruckt von diesem Roman über Aufstieg und Fall der christlichen Pfingstbewegung in Schweden, und er preist ihn, wenn nicht als "Wunder", so doch zumindest als "bewundernswert". Es nötigt dem Rezensenten schon einigen Respekt ab, wie es dem schwedischen Autor gelingt, das Lesepublikum für pietistische Frömmigkeit, mystische Religiosität und die Geschichte der sozialen Reformen in Schweden zu interessieren. Er sieht Enquist auf der "Höhe seiner Meisterschaft" und feiert das Buch als dessen "kühnsten Roman", wobei er bei der Gattungsbezeichnung durchaus Zweifel hat. Denn das Werk stelle eine seltsame Mischung aus "Roman, Traktat, historische Abhandlung und Essay" dar, so Gauß, den besonders beeindruckt, dass es dem Autor scheinbar mühelos gelingt, in der Vergangenheit das "Heutige" zu entdecken. Indem Enquist zwei gegensätzliche Hauptfiguren in den Mittelpunkt seines Buches stellt - nämlich die beiden Gründer der Pfingstbewegung, der eine ein "erotomaner Lebemann", der andere ein zur religiösen Verzückung neigender Baptistenprediger - gelingt es ihm, das "Panorama einer religiöse Volksbewegung" eindrucksvoll zu schildern, so der Rezensent hingerissen.