Einen "Erzähler im besten Sinne" nennt Petra Kipphoff den schwedischen Schriftsteller Per Olov Enquist in ihrer Besprechung des wiederaufgelegten Romans von 1964. Darin geht es um den Wunderheiler Meisner, historische Vorlage ist Franz Anton Mesmer, Erfinder des "tierischen Magnetismus", des Mesmerismus also, ein Sujet, das Faszination und Sprengkraft entwickelt, wie Kipphoff meint. Ihre gründliche Kritik liest sich allerdings etwas schleppend, zu viel behandelt sie, bevor sie zur Sache kommt: Enquists Allroundtalent, seinen großen Erfolg "Der Besuch des Leibarztes", geschichtliche Hintergründe, Sloterdijk, Stifter. Aber schließlich erfahren wir, was ihr an dem Roman so gefallen hat: "Knappe Szenen, kleine Zwischenspiele und glänzende Charakterisierungen fügen sich zum Panorama jener Kontraste und Konflikte, als deren Exponenten Meisner und sein medizinischer Widerpart Anton Steiner stehen".