Ulrich Baron versucht lieber gar nicht erst, sich einen Reim auf die "Hirnmantschereien" in Colson Whiteheads Zombieroman zu machen. Am Ende wird er noch selbst zum Fraß der Untoten. Nicht nur angesichts der lahmen Schlusspointe des Textes fragt sich Baron allerdings, wieso der Autor nicht das Allegorische stärker gemacht hat in seinem Buch. Das Thema des Totentanzes, meint er, böte sich an. Stattdessen strapaziert ihn der Autor mit ständigen Rückblenden und Reflexionen, sodass die Handlung nur schleppend vorankommt, und verhindert mit seinem Sarkasmus die von Baron favorisierte allegorische Lesart. Das Dilemma der falsch verstandenen Apokalypse, nach der laut Baron eigentlich alles für immer geklärt sein sollte (hier nicht der Fall), nimmt sich gegen die anderen Probleme dieses Textes eher gering aus.