"Der Zweck heiligt die Mittel" scheint der "upj" zeichnende Rezensent dem Leser hier sagen zu wollen. Er hat wahrlich einiges auszusetzen an diesem Roman, in dem es um die Brieffreundin Diderots geht, wobei es die im Roman beschriebenen Charaktere auch im wahren Leben der Zeit gegeben habe. Der Rest jedoch ist fiktiv und in seiner Umsetzung nicht unkritisch zu sehen, so der Rezensent: Er findet die Dialoge "recht kitschig", die fiktive Kindheit der Philosophin sei eine "echte Herz-und-Schmerz-Geschichte". Alles in allem ist das "rosenleicht und flüssig" zu lesen, so unser Rezensent. Entschlossen, die Dinge positiv zu sehen, merkt er an, dass diese Art der Geschichtsschreibung das 18. Jahrhundert dem "'gewöhnlichen' Publikum" vermutlich näher bringt als "manche akademische Blätterleiche".