Der Politikwissenschaftler Mariano Barbato widmet sich in seinem Buch der Außenpolitik aus Kanzler-Sicht, erkennt Rezensent Johan Schloemann: Allen Kanzlern seit Bismarck ist ein eigenes Kapitel gewidmet, um die historische Entwicklung mit ihren Brüchen und Kontinuitäten zu zeigen. Der Rezensent lernt, dass die deutsche Außenpolitik immer wieder zwischen Zurückhaltung und Dominanz wechselt, was oft mit der jeweiligen wirtschaftlichen Situation zu tun hat. Die titelgebenden "Wetterwechsel" liest Schloemann dabei aber nicht nur inhaltlich, sondern auch in der Sprache Barbatos, die ihm mit ihren steten Wettermetaphern manchmal etwas zu repetitiv gerät, der Stil ist ihm etwas zu "unsortiert." Das kann der Rezensent mit Blick auf die inhaltliche Schlagkraft und Anschaulichkeit aber gut verzeihen.